Usbekisch-Deutsche Gesellschaft besucht Deutschland
Von
Dr. Wolf Bauer
Die Deutsch-Usbekische Gesellschaft hatte eingeladen – die Usbekisch-Deutsche Gesellschaft kam zu Besuch. Eine Woche lang – vom 5. bis zum 12. Juni 2001 - weilten acht Mitglieder der usbekischen Partnerorganisation in Deutschland. Stationen waren Bonn, Berlin und Frankfurt am Main. Vom Musiker und Arzt bis hin zu Telekommunikationsexperten war alles vertreten. Die ersten drei Tage des Aufenthalts verbrachten die usbekischen Gäste in Bonn, wo sie in Gastfamilien untergebracht waren. Gleich am ersten Tag standen zwei interessante Programmpunkte auf der Tagesordnung. Nach einem Besuch der Bonner Venusberg-Kliniken unter fachkundiger Begleitung durch Professor Klehr, folgte eine Führung bei der Telekom. Von besonderem Interesse waren diese Programmpunkte für die Nierenspezialistin Shakhista Mukhamedieva sowie die Telekommunikationsfachleute Marat Zakhidov und Saydakhbar Agzamov.
Der zweite Tag in Bonn begann mit einem Rundgang durch das Haus der Geschichte. Anschließend stellte Dr. Colin Dürkop, Abteilungsleiter Asien der Konrad-Adenauer-Stiftung, der achtköpfigen Delegation die Arbeit seines Hauses vor. Der Nachmittag war dann der Kultur vorbehalten. Kunstmuseen und ein Besuch des Kölner Doms standen auf dem Programm.
Bevor es am Nachmittag des 8. Juni per Bahn weiter nach Berlin ging, traf man sich gemeinsam mit den Gastfamilien auf der Museumsmeile und ließ so den gelungenen Aufenthalt in der alten Hauptstadt ausklingen.
In Berlin, der neuen Hauptstadt, wohnten die Delegationsteilnehmer der Usbekisch-Deutschen Gesellschaft in der neuen usbekischen Botschaft und im Kolping-Hotel. Auch hier erwartete die Delegation ein umfangreiches Programm. Einer historischen Führung durch die Charité folgte ein Gespräch mit Prof. Neumayer, Leiter der Nephrologie. Frau Mukhamedieva konnte dabei erste interessante Kontakte knüpfen, die möglichst bald zu einem Austausch zwischen den Nierenexperten Usbekistans und der Berliner Charité führen sollen.
Der Nachmittag war dem Deutschen Bundestag vorbehalten. Ein Besuch des Reichstagsgebäudes mit anschließender Besichtigung der Kuppel vermittelte den Gästen einen ersten Eindruck vom „neuen“ Berlin.
Der nächste Tag begann mit einem Besuch des Pergamonmuseums. Die ehemalige Mitarbeiterin des usbekischen Fernsehturms, Frau Kadirova Umida, kam beim anschließenden Programmpunkt voll auf ihre Kosten. Unter Begleitung und fachkundiger Führung durch die Geschäftsleitung konnte der Berliner Fernsehturm besichtigt werden. Auch die restlichen Delegationsteilnehmer genossen bei gutem Essen den herrlichen Panoramablick über die größte deutsche Metropole.
Der letzte Tag in Berlin begann für die beiden Telekommunikationsfachleute mit einem Besuch bei Alcatel-SEL. Geschäftliche Verbindungen konnten vertieft und neue Projekte besprochen werden. Nach einem typischen Berliner Mittagessen mit Eisbein und Sauerkraut lernten die Besucher das Regierungsviertel bei einer Rundfahrt per Schiff kennen. Würdiger Abschluss des Tages war ein Empfang in der Botschaft der Republik Usbekistans, zu dem auch Botschafter Dr. Norov gekommen war. Herr Askar Alikhodjaev bedankte sich bei dieser Gelegenheit im Namen aller Delegationsteilnehmer bei den Mitgliedern der Deutsch-Usbekischen Gesellschaft, vor allem bei der Geschäftsführerin Dagmar Hermann und den Gastfamilien, für die herzliche Aufnahme in Deutschland, das interessante Programm und besonders die vielen neuen Kontakte, die geknüpft werden konnten. Bei traditionellem usbekischen Essen und Trinken konnten sich die Mitglieder der Usbekisch-Deutschen Gesellschaft schon einmal auf die Rückreise einstimmen, die am nächsten Tag von Frankfurt aus erfolgte.