Chiwa

Wer die Stadt überblicken will, muss zum Ausguck der 'Kohne Ark', der alten Festung hinaufsteigen, von wo aus schwindelnder Höhe während der Herrschaft des Khans der Aufmarsch möglicher Feinde in der Weite der Wüste ausgemacht werden konnte

Auch wenn der Himmel nicht so strahlend wie im Sommer sein sollte, so bieten sich dem Besucher dennoch imposante Aussichten auf Medresen, d.h. 'Koranschulen', und Minarette.

      

Rechts neben dem offensichtlich unvollendeten Minarett 'Kalta Menar' ist die 'Medrese Amin Khan' zu sehen, das offizielle, staatliche Hotel, in dessen Zellen wir übernachteten.

Hier ein Blick in den Innenhof.

Die neu eingeführte Marktwirtschaft zeigt sich neben der Möglichkeit, im privaten Rahmen bei einer Familie die traditionelle usbekische Küche an niedrigen Tischen auf dem Boden sitzend, zu essen, besonders im  einzigen privaten Hotel, das knapp außerhalb der alten Stadtmauer liegt und ständig erweitert wird. Außerdem sieht man auf diesem Bild die usbekische Version des Schrebergartens.

Das eigentliche Interesse jedes Reisenden konzentriert sich aber in erster Linie auf die archetektonischen Reize dieser Stadt, die nicht zu Unrecht von der UNESCO zum Weltkulturerbe gezählt wird.

Das Minarett der Medrese Islam Hodscha, nach Prof. Pander "das letzte bedeutende islamische Bauwerk, das in Zentralasien vor der Revolution errichtet wurde.

Wie hier in der Sommermoschee in der in der 'alten Festung' begleiten die mit blauen glasierten bedeckten Wände die Besucher durch die historischen Städte Usbekistans.

Wie grausam der Khan mit Rechtsbrechern, aber auch Fremden, umging, kann man nicht nur bei Kathleen Hopkirk nachlesen, sondern im ehemaligen Gefängnis nachempfinden:

 

Obwohl man heute nicht als Fremder mit Gefängnis bedroht wird, sondern in herzlicher Gastfreundschaft empfangen wird, ist, besonders im Oktober, die Zahl der ausländischen  Touristen nicht übermäßig groß. Auch einheimische Besucher, die sich die Stadt zeigen lassen, sieht man selten. 

Einige So wartet das Kamel auf einen mutigen Reiter.

Daher freuen sich die Artisten im Innenhof einer Medrese darüber, wenn sie wenigstens einige wenige Zuschauer für ihre Hochseil-Darbietungen finden können, die ihrerseits die Gelegenheit nutzen, sich ein wenig auszuruhen.

         

 

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