Deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt schwierigen Reformprozess Usbekistans

Aus: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Pressemitteilung Entwicklungspolitik, Nr. 195199, Berlin, 30.11.1999

Vorn 23.1 1. bis 26.11.1999 fanden in Taschkent die Regierungsverhandlungen über die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit des Jahres 1999 zwischen Deutschland und Usbekistan statt. Usbekistan befindet sich in einem schwierigen Transformationsprozess in einer noch stark staatlich gelenkten Wirtschaft hin zur Marktwirtschaft. Beide Seiten betonten die Notwendigkeit makroökonomischer Reformen, insbesondere die Liberalisierung des Außenhandels und des Devisenverkehrs sowie die Beseitigung zahlreicher Hemmnisse im Finanzsektor. Die deutsche Delegation wurde von Ministerialdirektor Prof. Dr. Michael Bohnet geleitet. Deutschland sagte zu, Usbekistan weiter bei seinen Bemühungen zu unterstützen, den politischen und wirtschaftlichen Reformprozess voranzutreiben. Schwerpunkte der zukünftigen Zusammenarbeit sind der Telekommunikationssektor, der Gesundheitssektor sowie der Berufsbildungssektor. Für das Telekommunikationsprojekt Namangan wurde im Rahmen der Finanziellen Zusammenarbeit 15 Mio. DM zugesagt (als Darlehen zu 0,75% Zinsen), für ein Tuberkulose-Bekämpfungs-Projekt in der Aralseeregion 5 Mio. DM (als Zuschuss). Ferner wurden einige laufende Projekte der technischen Zusammenarbeit in Höhe von 1 Mio. DM aufgesteckt: ein Exportförderungsprojekt sowie ein Partnerschaftsprojekt zwischen der Handelskammer Rheinhessen und dem usbekischen Unternehmerinnenverband.

Während der Regierungsverhandlungen konnten ein Berufsbildungsprojekt, ein Projekt zur Ausbildung von Steuerfachkräften sowie das gemeinsame Büro von GTZ und KfW eingeweiht werden.

Das BMZ unterstützt Usbekistan seit seiner Unabhängigkeit im Jahre 1991. Insgesamt hat Usbekistan bis einschließlich 1999 bisher Mittel in Höhe von rund 300 Mio. DM im Rahmen der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit erhalten.

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