Protokoll der Mitgliederversammlung

der Deutsch-Usbekischen Gesellschaft e.V.

vom 26. September 2002

in den Räumen des Oxford-Club Bonn

 

Beginn:            19.10 Uhr

 

Zu TOP 1

Herr Dr. Bauer eröffnet die Mitgliederversammlung, begrüßt die Anwesenden und stellt die Beschlussfähigkeit der Versammlung fest.

Das Protokoll der Mitgliederversammlung vom 02.07.2001 wird einstimmig genehmigt.

 

Zu TOP 2a

Herr Dr. Bauer berichtet, dass Herr Dr. Colin Dürkop, unser Vizepräsident, nach Singapur versetzt ist und deshalb der Gesellschaft nicht mehr aktiv zur Verfügung steht. Er dankt Herrn Dr. Dürkop für seine Arbeit und erinnert an sein Engagement im Zusammenhang mit Herrn Prof. Lewitins Lesung aus seinem Buch „Usbekistan am historischen Wendepunkt“ in Berlin am 30.3.2001 sowie an seinen Einsatz für die junge usbekische Pianistin Lola Astanova, der er die Teilnahme an einer Auswahltagung in Wesseling ermöglichte, bei der sie ab April 2001 in die künstlerische Vollförderung aufgenommen wurde. Die Deutsch-Usbekische Gesellschaft e.V. hat Lolas Anreise von Taschkent zum Kontest mit DM 700,- gefördert.

Beim Besuch der Delegation der Usbekisch-Deutschen Gesellschaft vom 5. - 8.6. in Bonn und vom 8. - 12.6.2001 in Berlin hat Herr Dr. Dürkop einen Musiker bei sich aufgenommen und zu dessen Freude bereits vor dem Frühstück mit ihm musiziert.

Auch einen Meinungsaustausch über die Arbeit der Konrad-Adenauer-Stiftung in Taschkent, wo sie sehr aktiv ist – und zwar auch für die anderen GUS-Staaten – hat Herr Dr. Dürkop arrangiert.

 

Dann gedenkt Herr Dr. Bauer unseres langjährigen Mitglieds, Frau Brigitte Albers, die an ihrem 50. Geburtstag nach längerer Krankheit verstorben ist.

 

Zu TOP 2b

Frau Hermann berichtet, dass die Gesellschaft 2001 sechzig Mitglieder hatte, einen Austritt, zwei verschollene Mitglieder, aber auch zwei neue Mitglieder, u.a. eine Europa-Abgeordnete.

 

Sie erzählt von ihrem Schüleraustausch in den Osterferien, als sie mit über 25 Personen in Usbekistan war und mehrere Tage lang jeweils die Partnerschulen in Buchara und Taschkent besucht hat. Besonders nachhaltig war der 2-Nächte-Jurten-Aufenthalt in der Wüste, wo die Schüler und eine Handvoll Mütter und Väter durch Tulpenfelder gingen und eine große wilde Schildkröte fanden, wo sie sich allerdings auch in den Orient versetzt fühlten, weil sie auf Matten auf dem Boden saßen hinter überreich gedeckten Tischen, wo plötzlich Musiker fremdartige Instrumente erklingen ließen, zu deren Melodien sich eine hübsche Tänzerin graziös durch die recht begrenzte Jurte bewegte, bis fast alle Schüler ihre Hände hoben und rhythmisch bewegten oder sogar mittanzten. Nach den runden Wundern von Chiwa war dies nun das Leben im Orient, das alle Mitreisenden integrierte. Es wurde sehr bedauert, dass die Partner aus Buchara oder Taschkent uns nicht begleiten bzw. ihr Land zeigen konnten.

Die aufnehmenden Schüler in Buchara und Taschkent besuchten Bonn eine Woche nach den Sommerferien, freundeten sich schnell mit den deutschen Gewohnheiten und Schulkameraden an, unternahmen viel gemeinsam, obwohl die Usbeken auch eigene Projekte hatten. Beim Abschied gab es viele Tränen, aber auch wesentlich bessere Sprachkenntnisse und große Hoffnungen auf Wiederkehr.

Finanziert wurden die Austausche durch Zuschüsse der Stiftung West-Östliche Begegnungen, des Pädagogischen Austauschdienstes und der Stadt Bonn und nicht zuletzt durch die deutschen und usbekischen Eltern.

 

Am 25. Oktober 2001, am „Tag der Vereinten Nationen“ auf dem Bonner Marktplatz hatte die Deutsch-Usbekische Gesellschaft das schönste Zelt (!), was zumindest das Bild im General-Anzeiger belegt. Inmitten traditionell usbekischer Kunst gab es süße und würzige Rosinen, Nüsse, Trockenobst und Tee, aber auch geistige Kost: An den Wänden gab es Informationen über Usbekistans Kultur, Geschichte und aktuelle Fakten. Bei unzähligen Gesprächen – besonders mit usbekischen Studenten aus Bonn – wurden über 500 Fragebögen mitgenommen,  für deren richtige Beantwortung ein Flug nach Usbekistan winkte. Er war ausgelobt worden von den Besuchern der Usbekisch-Deutschen Gesellschaft, die uns im Juni besuchten und bemerkt hatten, dass der Name ihres Landes in Deutschland fast unbekannt war. Den Preis (Jury: Dürkop, Voigt, Hermann) hat Andreas Meurin gewonnen, der damit zum 2. Mal in den Orient fliegen konnte.

Die Verantwortung der Stadt Bonn den Vereinten Nationen und ihren Partnerstädten gegenüber (hier: Buchara) kann nicht hoch genug gepriesen werden.

 

Frau Hermann verweist auch auf die homepage der Gesellschaft www.deutsch-usbekische-gesellschaft.de, die von ihrem Mann eingerichtet und betreut wird. Täglich gehen mindestens 5 e-mails ein, aus aller Welt, deren Bearbeitung Arbeit, aber auch Freude bereitet.

 

Zu TOP 2c, d

Herr Dr. Bauer entschuldigt die Abwesenheit von Herrn Voigt, der beruflich verhindert ist, und Herrn Gerstmann, der infolge von Arbeitsüberlastung von seiner Kassenprüfungspflicht entbunden werden wollte. Herr Voigt hatte allerdings die von der Geschäftsführerin vorgelegten  Abrechnung und Kontobelege geprüft und keine Beanstandungen gefunden. Durch das Finanzamt war die Einbeziehung des Unterkontos „Prof. Doench“ genehmigt und geprüft worden. Der Kontostand am 31.12.2001 war EUR 11.233,01.

 

Zu TOP 3 / 4

Nach kurzer Aussprache wird der Vorstand entlastet.

 

Zu TOP 5

Auf Vorschlag von Herrn Dr. Bauer werden die Herren Dr. Peter Spary und Dieter Brandenburger einstimmig als Vizepräsidenten gewählt. Beide Herren  nehmen gern an, wofür sich die Anwesenden bedanken.

 

Zu TOP 6

Da das Jahr 2002 bereits fortgeschritten ist, verweist Frau Hermann rückblickend auf das überaus erfolgreiche Navruz-Fest im Alten Rathaus der Stadt Bonn mit Künstlern und Getränken aus Buchara, mit Bewirtung durch Uzbek Tourism und die Botschaft in Berlin und Koordination durch das Konsulat in Frankfurt und die Stadt Bonn, die auch die Räumlichkeiten stellte.

 

Auch die usbekischen Künstler in den Museen von Stuttgart und Trier werden angesprochen, von denen zwei am Fest „spielend verstehen“ (ehem. „Toleranz“) teilnahmen, wie auch das usbekische Restaurant aus Bielefeld, das bereits vor 5 Uhr völlig ausverkauft war.

 

Herr Dr. Spary macht Vorschläge, die bei der Vorstandssitzung am 27.11.2002 diskutiert werden sollen.

Die Problematik Berlin-Bonn kommt natürlich zur Sprache, der Vortrag von Prof. Pander im Januar 2003 und Vorschläge für kommende Veranstaltungen.

 

Die nächste Mitgliederversammlung soll relativ bald stattfinden, weil alle Anwesenden ganz optimistisch in die Zukunft blicken.

 

Königswinter, den 25.11.02

 

i.A.

Dagmar Hermann